Pilzexkursionen vom 3. Oktober 2006

 

In unserer Agenda hätten wir gleich zwei Monate für diesen Titel reservieren können. Das Wetter bestimmt schliesslich das Pilzwachstum und nicht wir. So kommt es, dass Turi gestern am 3. Oktober mit uns durch die Wälder streifte. Der September bescherte uns Pilzsuchern aus kulinarischer Sicht erst gegen sein Ende richtige Menüs. Gestern fanden sich 7 Personen an unserem Familientisch zum Schmause ein, doch erst musste gesammelt werden. Fredi und ich fanden am Vortag drei schöne Steinpilze, welche wir für den offiziellen Anlass aufhoben, man weiss ja nie. Turi kam gleich mit zwei tollen Anschauungsbeispielen an: eine grosse Rotkappe und zwei zusammengewachsene Birkenpilze. Ich sah mit den Augen des Kochs die sich vergrössernde Menge - super. Aber ab in den Wald und siehe da, auch Tina und Silvio und unsere Besucher aus der CH präsentierten sich als Kenner. Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte ich mit einem erklecklichen Fund von Röhrenpilzen in die Küche zum Putzen und Rüsten. Die Gruppe suchte im zweiten Wald weiter und vermehrte den Fund. Unser Menü war komplett und wir durften dazu Silvios Wein kredenzen. Wir genossen den Tag!

Somit ist das Thema Pilzexkursionen des Circolo abgeschlossen und Turi zieht sich als fachkundiger Begleiter zurück - schade, aber verständlich, er kann nicht um die Uhr und gar telefonisch Pilze erkennen und kontrollieren. Nicht jeder wird Pilzkenner, aber diejenigen, die sich für die Materie interessieren, werden fanatisch und süchtig. Aber Achtung: Jeder hat seine Spezialitäten und kennt letztlich nur einen kleinen Teil der gesamten Mykologie. Wer den Einstieg dieses Jahr gewagt hat, soll sich nächstes Jahr an einen dieser Fanatiker halten und letztlich ist Fachliteratur studieren unumgänglich.

Bericht: Maria von Ballmoos