Jahresausflug 15. Juni 2007 nach Entracque

BDie diesjährige Circolo-Reise organisierte unsere Maria als ein mit „Technik“ belasteten Ausflug, jedoch trotz aller Erwartungen betrug der Damen-Anteil 46%.

Frühmorgens starten wir in Cortemilia, unterwegs gesellten sich weitere Damen und Herren zu uns und ab Dogliani waren aufgestellte, fröhliche Circolo-Mitglieder auf dem Weg nach Entracque. Ab der Hauptstadt der Provinz Cuneo sehen wir Obstkulturen und, eine Neuheit in dieser Gegend, Reisfelder sowie modernste Landhäuser und Bungalows mit wunderschoenen Gartenanlagen; die Architekten dieses südwestlichstens Teils Piemonte zeigen Mut für exzentrischen, exklusiven Baustil.

Im Gesso-Tal das Staunen; „Schweizer“-Berglandschaft, intakte Flora und Fauna, ja es hat sogar Jung-Wolf-Populationen. Vorbei am traumhaft gelegenen Parco Regionale delle Alpi Marittime und, schon sehen wir die Staumauer Piastra des Kraftwerkes LUIGI EINAUDI, seit 1982 in Betrieb.
In der Zentrale erwartet uns Herr Ingenieur Dani Sandra; anhand eines circa 5 Meter hohen Plastic-Modells erklärt er die Funktion der hydroelektrischen Pumpzentrale dieser zweitgrössten Energieversorgungsanlage von Europa (Kapazität 1200 MW).


Zwei Stauseen auf 2000 m und 900 m sowie ein natürlicher See auf 1500 m beinhalten total 43,2 m3 Wasser, im Vollbetrieb könnten sie rund 1/3 der italienischen Privathaushalte mit Strom beliefern.
Anschliessend Filmvorführung der 10-jaehrigen Bauphase. Darnach Fahrt mit trenino elettrico durch den 700 m langen Tunnel tief in den Berg, in die wichtigste der drei Cavernen von unendlicher Höhe und 200 m Länge; installiert sind hier 9 Generatoren-Gruppen, usw., usw. Von ungeheurem Ausmass sind auch die Druckrohre, welche das Wasser zu den Turbinen bringt.
Zu erwähnen ist, dass die komplett automatisierte Anlage von Rom aus via „Italien-Nord-Zentrale“ Domodossola ferngesteuert wird und in wenigen Minuten ist der Stillstandmodus in der Lage, das Netz mit Maximalleistung zu versorgen.

Infolge eines Gewitters fällt der Staumauer-Spaziergang ins Wasser, also gings flugs zum nächsten Höhepunkt, Apero und währschaftem, piemontesischen Mittagessen in der alten Mühle von Entracque.



In jeder Hinsicht war dies ein gelungener Ausflug, für unsere Circolo-Mitglieder ein unvergesslicher Tag in eine uns benachbarte Region. Auch durfte ich von mehreren Mitgliedern vernehmen, sie beabsichtigen mit Verwandten und Freunden diesen Sommer Wandertage in diesem wunderschönen Val Gesso zu verbringen.
Etwas müde, jedoch mit vielen neuen Eindrücken waren wir um 19.00 Uhr in Cortemilia. Etwelche Mitglieder hatten allerdings noch rund bis zu einer Stunde nach Hause.

Marlène Irniger