Sommer-Olympiade am 30. Juni 2007 in Ovrano

Es war einfach ein Hit ..      Fotoalbum der Olympiade   Rangliste
 

Nur die besten 18 Olympioniken konnten sich nach den strikten und hohen Selektionskriterien für diese Spiele im Castello di Ovrano qualifizieren. Das Wetter war dem Anlass würdig - Sonnenschein und angenehme Temperaturen garantierten neue Olympiarekorde.

Nach dem Einlaufen und Massieren (sprich Apéro) traf der Fackelläufer aus Athen kurz vor 14 Uhr in rekordverdächtigen Marathonzeit im Olympiastadion ein und entzündete das olympische Feuer.

Die Eröffnungszermonie versetzte nicht nur die Athleten in Staunen, auch Trainer und Funktionäre waren von den Darbietungen (in Form von Speis und Trank) begeistert. Die perfekte Infrastruktur und die tadellose Vorbereitung durch das Organisationskomitee um Hans Meier, Christina Finke, Bruno Wandeler und Sandra Lötscher bekam Bestnoten.

Nach der Vorstellung der Postenchefs ging es los, ein kurzer Fussmarsch brachte uns zum Austragungsort der einzelnen Disziplinen. In Zweiergruppen mussten nun 9 anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden.

Beim "Platzgen" mussten quadratische Eisenplatten möglichst nahe an ein Ziel (ca. 10 Metern entfernt) geworfen werden. Nach einem Probewurf zählten drei Würfe für den Wettkampf.

Nach dem unüberhörbaren Klang der olympischen Kuhglocke wurde zum nächsten Posten gewechselt. Da war Steinstossen angesagt. Nicht nur Kraft, sondern auch eine ausgeklügelte Technik erbrachte Bestweiten. Gemessen wurde da wo sich der Stein am Ende hinlegte, also war es wichtig den Stein so richtig ins Rollen zu bringen.

Bei der nächsten Disziplin brauchte es Kraft, Konzentration und ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Zuerst musste ausgemacht werden wer stossen muss - oder wer Beifahrer sein darf. Denn mit einer Schubkarrette sollte Wasser "getankt" und in ein ca. 20 Meter entferntes Glas entleert werden. Sieger wurde, wer in 3 Minuten mit dem 2 dl Becher am meisten Wasser einfüllen konnte.

Ein Hammer und drei Nägel bildeten den nächsten olympischen Posten. Es galt in möglichst wenigen Schlägen einen Nagel bis zum Kopf in einen Eichenstrunk einzuschlagen. Die Holzfäller unter den Sportler wussten natürlich, dass die Wahl der Lage wichtig ist - das Holz hat nicht überall den gleichen Widerstand. Der Olympiasieger der "Nagler" benötigte lediglich zwei Schläge.

Puste brauchte es danach beim Kirschensteinspucken. Nach dem Verzehr der schmackhaften Kirschen sollte mit der Zunge ein Kanonenrohr gebildet werden um dann aus voller Lunge den Stein in die Weite zu spucken. Selbstverständlich, dass dabei bei einigen auch noch unerwünscht eine Portion Wasserpartikel mitflogen.

Die Profifischer haben das ganze Jahr trainiert um bei "ihrer" Disziplin zu gewinnen. Ein Eisenring von 5 cm Durchmesser musste mit einer Fischerrute in möglichst kurzer Zeit um den Hals einer Weinflasche gelegt werden. Was so einfach aussah, entpuppte sich als nervenaufreibendes Glückspiel. Auch wer es nicht schaffte, bekam die Maximalzeit von 5 Minuten.

"Schätzen und Wissen" war die nächste, rein geistige Sportart. Die Länge einer Reihe Reben, Anzahl Stöcke (der Schlau(hans)meier hat zwei zusammen gesetzt), gewünschter Ertrag in Liter, Anzahl Rebsorten auf dem Gut sollte möglichst genau erraten werden. Wo Norden liegt war für die Gradberechnung der Ortschaften Canelli (120°) und Novi Ligure (45°) wichtig. Auch dass die Ringe für die 5 Kontinente stehen und dass Frauen nicht an der ersten Olympischen Spielen teilnehmen durften (die Männer waren ja nackt :-) hätte man wissen sollen ...

Beim Sägen kamen alle ins Schwitzen ... Mit einer "alten" Bogensäge musste zu Zweit ein 16 cm dicker Baumstamm so schnell wie möglich abgesägt werden. Nebst der Kondition war vor allem die Technik gefragt - lang ziehen und nicht stossen hiess die Devise. Trotz guter Vorbereitung im Trainingscamp bekamen doch einige Blasen an den Händen - die Samariter waren aber sofort mit Heftpflaster zur Stelle.

Bei der letzten Disziplin war Treffsicherheit gefragt. Mit einem Luftgewehr sollte man das "Schwarze" anvisieren, nach einem Probeschuss zählte der beste Schuss einer 3er Passe. Nach der vorherigen Anstrengung des Sägens und dem Bergauflaufen eine grosse Herausforderung.

Nach dem anspruchsvollen Wettkampf wurden die Teilnehmer mittels Kuhglocke wieder an den gemütlichen Ausgangspunkt zurückbeordert. Dort wurde der Körper auf verschiedenste Weise regeneriert - die einen mit einem kühlen Bad, andere mit Auslaufen und Massieren, die meisten aber mit der Regulierung der Wasserhaushaltes im Körper.

Beim Erzählen über Tücken und Erfolge im Wettbewerb verflog die Zeit im Nu - schon kündeten die Trompeten die Rangverkündigung an. Den Fairnesspreis erhielt Uschi und Hans Faes, ihre gute Leistung mit viel Einsatz wurde mit je einer Flasche isotonischem Getränk gewürdigt.

Den Olympiasieg belohnt mit einer Goldmedaille und einem Geschenkkorb errangen Berty und Franco Gmür - herzliche Gratulation. Die Silbermedaille ging an Maria Kislig und Walter Trumpf, auch sie durften sich über eine Naturalgabe freuen. Bronze erkämpften sich die Seriensieger Margrit und Hans Reiser - mit dem gewonnen Preis können sie sich über den "Schranz" in der Hose beim Karretten stossen hinwegtrösten. Die Olympiasieger mussten beim anschliessenden Abspielen der Schweizer Hymne die Tränen zurückhalten - so ehrenhaft ist es doch in weiter Ferne die Schweiz vertreten zu dürfen.

  Als das olympische Feuer so langsam erlosch und die Spiele für 2008 wieder an Ovrano vergeben wurden, entstand Glut ... diese wurde umgehend für das Grillieren von Steaks verwendet. Mit dem reichlichen Salatbuffet wurde für sportliche Ernährung gesorgt, wäre doch nicht noch das Schlemmerdesserbuffet und der kalorienreiche Wein dazugekommen :-)

Einen herzlichen Dank an alle die dazu beigetragen haben diesen gelungenen Anlass zu ermöglichen. Wenn zur Begrüssung eine Olympiafahne hängt, nimmt man dies freudig zur Kenntnis. Wieviel Fronarbeit aber dahinter steckt bis die fünf Ringe perfekt auf ein Leintuch gemahlt sind, wissen nur die - die es gemacht haben. Und dies ist ja nur eines von vielen Details.