Mythos weisser Trüffel - 14. Oktober 2007

 

Unser italienischen Freunde der Associazione Culturale Terre Alte haben diesen Anlass organisiert. Nach Absprache mit ihnen wurde der Event auch im Circolo ausgeschrieben, was zu einem grossen Andrang führte - aus "Platzmangel" musste einigen abgesagt werden. Auf dem Marktplatz in Castino fanden sich um 16.00 Uhr rund 30 Personen aus aller Welt (Finnländer, Engländer, Franzosen, Schweizer und überraschender Weise auch viele Italiener) ein. Die übrigen rund 30 "einheimischen" Schweizer besammelten sich an einem "geheimen" Treffpunkt - wurden gesucht und bildeten dann eine eigene Gruppe.

Die kompetenten Reiseführer erzählten zur Einstimmung alles über die Gegend, die Bräuche, die Wirtschaft (Ferrero, Haselnüsse, Wein) ... und warum die Schweizer hier so beliebt seien - in Castino soll der Anteil der Hausbesitzer gegen 30% betragen.

Nach etwa 10 Minuten der Rundwanderung besichtigten wir die ‚Tartufaia’, ein spezielles Wald- bzw. Naturgrundstück, welches vor allem bewusst gepflanzten sowie spontan wachsenden Bäumen Platz bietet, die naturgemäss mit dem Pilzgeflecht der Trüffel Symbiosen bilden. Zur weiteren Wissensbereicherung ist auf speziellen Informationstafeln die Geschichte der weissen Trüffel, deren Suche sowie die kulinarische Verwendung beschrieben.

Franco, der Tartufai zeigte uns dann wie seine 12 jährige Hündin die von Ihm 3 Zentimeter im Boden versteckten Trüffel findet. Trüffelsuche sei seine Passion - als er in den Krieg musste, hätte er die Trüffelsuche mehr vermisst als seine Frau :-(

Der Anlass scheint bei vielen grossen Gefallen gefunden zu haben ... ich persönlich habe mehr erwartet. Aber ist ja klar, für Touristen sind die Trüffel ein Mythos - und da gehört "Show" dazu und keine schmutzigen Schuhe ...