Jahresausflug vom 12. Juni 2008

Bildergalerie

Als Jahresausflug kann die heutige Veranstaltung nur entfernt bezeichnet werden. Es ist jeder für sich 'ausgeflogen' und wir haben uns in Canelli bei Gancia getroffen. Wir waren 23 Teilnehmer und für mich zeigt das, dass Carreisen attraktiver sind und dem Vereinsgeist wohl eher entsprechen. Aber wir suchten für dieses Jahr bewusst ein Ziel in der Nähe.

Bei Gancia wurden wir durch den Produktionsbetrieb und die Kellereien sowie ein kleines hauseigenes Musem geführt. Der historische Teil der Kellereien steht seit kurzem mit den darin eingelagerten Tausenden von vollen Flaschen unter dem Patronat der Unesco. Der Spumante in diesen Flaschen soll sowieso nicht mehr geniessbar sein, versicherte uns die Führerin. Diese Aussage verhindert sicherlich, dass der Flaschen weniger werden.

Im Produktionsprozess wird von zwei Methoden ausgegangen, der traditionellen französischen in weiterentwickelter Form und der quasi modernen industrialisierten Massenproduktion. Die Zahlen sprechen eine Sprache für sich, wobei unsere beiden Führerinnen offensichtlich verschiedene Informationsquellen benutzt haben. Es wurde eine Jahresproduktion von 30 Millionen Flaschen erwähnt aber auch eine von 40 Millionen. Gemessen am Jahresumsatz von etwas mehr als € 100 Millionen ergibt das bei einer Durchschnittsproduktion von 35 Millionen Flaschen einen Verkaufspreis pro Flasche von € 2.85, was mir realistisch erscheint. Die Produktionszahlen sind sowieso so astronomisch hoch, dass sie jenseits meiner Vorstellung liegen. Die enormen Stahltanks sprechen für sich, jeder einzelne entspricht der Füllmenge eines grösseren Swimmingpools und es hat deren einige. Dass die gesamte Spumanteherstellung flächenintensiv ist, zeigt auch die Tatsache, dass Mitarbeiter mit dem Fahrrad durch die Hallen flitzen. Im Museum konnten wir anhand von Fotos sehen, dass die Firma Gancia in 5. Generation von Familienmitgliedern geleitet wird und das soll auch in der nächsten so sein.

Wir durften anschliessend zwei verschiedene Spumanti degustieren und mit den kleinen uns servierten Häppchen wurden wir auf das Mittagessen vorbereitet. Dafür überquerten wir die Strasse und nahmen den nächstliegenden Eingang. Also heute ist definitiv keine sportliche Höchstleistung gefordert gewesen. Das Mittagessen rundete unseren gemütlichen Tag in einem Keller an runden Tischen ab und es mundete glaube ich allen. Gegen 15.00 begann sich die Runde aufzulösen und unsere gemeinsamen Stunden endeten harmonisch. Hoffen wir, dass alle gut nach Hause gekommen sind.

Maria von Ballmoos