1. Augustfeier 2009 im "La Maragliana"

 

Eher selten fahren so viele Leute (49 Personen) dermassen viele Kilometer, um an einem Diner teilzunehmen, aber der 1. Augustkommt jährlich bekanntlich nur gerade einmal im Kalender vor und für diesen Anlass lohnt sich das Besondere.

Wir trafen uns also um 18.30 im Agriturismo 'La Maragliana' in Castel Rocchero, einem wirklich idyllisch gelegenen Fleckchen Piemont im Herzen der Monferrato-Hügel. Fast neidisch haben wir während des Apéros die verbliebenen Badegäste im Pool beobachtet, die Temperaturen waren noch im heissen Bereich und einzelne Schweisstropfen nässten unsere Stirn... 

In der Einladung war der Corale Valle Bormida als musikalische Begleitung durch den Abend angekündigt worden. Aufgrund eines Missverständnisses musste Kurt sehr kurzfristig umdisponieren und spontan sprangen Silvio Orlandi und Elisa Aragno in die stumme Bresche. Einige von uns kannten dieses Duo bereits vom letzten Jahr. Leider war die Akustik auf der Terrasse nicht mit der letztjährigen vom Innern eines Gebäudes zu vergleichen. Die Klänge der Ghironda und Elisas Stimme verliefen sich im Freien auf die Hügel, schade.  

Unter ausladenden Sonnenschirmen auf der Terrasse sitzend, am Rand von riesigen alten Akazien gesäumt, hörten wir der 1. Augustansprache unseres Bundespräsidenten zu. Spinnen wir den Faden weiter: Wir Schweizer haben als Nation etwas geschaffen und sollen auch weiterhin an unsere Stärke und Schaffenskraft glauben und Werte wie z.B. Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit, Qualität, auch wenn derzeit die Schweiz gerne negativer dargestellt wird und unser Image weltweit angeknackst ist. Anderen Kulturen gelingt es, stolz auf ihre Leistungen zu sein, schade fehlt uns Eidgenossen diese Eigenschaft etwas. Ich meine, jeder von uns weiss, was er in seinem Leben geleistet hat und kann mit Fug und Recht stolz darauf sein.  

Von musikalischen Darbietungen unterbrochen haben wir den typischen piemontesischen Mehrgänger verspiesen. Beim Dessert wich die Kreativität der Küche von unserem Programm ab und legte eine Zusatzrunde ein. Satt wurden wir auf jeden Fall. Gegen Mitternacht begannen sich die Tische zu leeren und man begab sich langsam auf den Nachhauseweg, immer noch bei Temperaturen ob 20°C.

Maria von Ballmoos

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