Bergwanderung der Wandergruppe auf den Mte. Mondolé (2382MüM) vom 7. Juli 2009

Heute war für mich etwas später Tagwache als für meine Wanderkollegen. Um 07.00, unabhängig von der Tageszeit, draussen dunkel und bedeckt! Ob sich das wohl ändern würde im Verlaufe des Tages? Gemäss Wetterprognosen JA und schliesslich versammelten sich die Teilnehmer bereits eine Viertelstunde später in Cortemilia zur gemeinsamen Weiterfahrt. Pünktlich um 09.30 trafen wir uns alle auf dem obersten Parkplatz bei Prato Nevoso, 14 Zwei- und 5 Vierbeiner.

Zwischenzeitlich waren mit fortschreitendem Morgen die Wolken vergangen und nur an den Berghängen blieben einzelne kleben. Auf jeden Fall fassten wir unsere Rucksäcke, montierten die Wanderschuhe und liefen uns bis zum Rifugio Balma tüchtig ein. Peter hatte vorausgesehen, dass die ersten Wanderfreunde hier rasten und bleiben wollten, andere nahmen eine etwas leichtere und weniger steile Strecke in Angriff, der Rest machte sich an den Aufstieg. Den Gipfel auf 2382 MüM erreichten acht Wanderer und zwei Hunde. Während des Aufstiegs wurde uns eine einmalige alpine Flora präsentiert, auf Schritt und Tritt blühende Pflanzen am Wegrand. Vermutlich ist auf dieser Höhe jetzt die intensivste Blütezeit, wen wunderts, hatte es doch gedauert, bis die meterdicke Schneeschicht dahingeschmolzen war und letztlich dauert der Sommer hier oben wesentlich kürzer als in den Ebenen. Einen kurzen und völlig unvollständigen Ueberblick möchte ich dennoch geben: Anemonen (Bergmännchen), Alpenrosen, Alpenveilchen, Berg-Hauswurz, Buschwindröschen, Edelweiss, Enzian: gelber und kurzblättriger, Orchideen: dreizähniges und ein anderes Knabenkraut, rotes Männertreu, Trollblume usw. Man könnte sich die Bergwiese direkt vor jedem Wohnzimmer als äusserst dekoratives Alpinum vorstellen.
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Vor dem Gipfel trafen wir auf die letzten Schneefelder, ob die wohl diesen Sommer noch schmelzen werden? Die Rundsicht vom Gipfel selbst mochte uns der Nebel nicht richtig gönnen, wir sahen zwar überallhin, nicht unbedingt aber in die wirkliche Weite, stets eine Wolke davor. Was solls, wir beglückwünschten uns zum Gipfelsturm und leerten unsere Rucksäcke. Mit Bedacht nahmen wir nach der Mittagsrast den Rückweg unter die Füsse und trafen unsere Freunde vollständig versammelt da wieder an, wo wir sie verlassen hatten. Wir hatten die letzte Stunde noch einmal richtig Zeit zum Schwatzen und Neuigkeiten austauschen.
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Peter, danke für diesen tollen Tag, wir haben etwas geleistet und sehr Schönes erlebt. Wahrscheinlich kann morgen Mittwoch mancher seine heutige Aktivität nicht leugnen!!!
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Maria von Ballmoos