1. Augustfeier 2011

 

 

 

Die Familie ist gut im Südpiemont vernetzt, so half Filippo, ein bekannter Muratore aus Cortemilia, in der Küche mit und zauberte mit seiner sizilianischer Spezialität - Reiskugeln gefüllt mit Käse - eine uns allen bisher unbekannte Köstlichkeit zum Menu bei. Wie beim „Tischlein Deck Dich“ wurden die leckeren Speisen serviert: von den Antipasti über das Lamm, die Reiskugel, den Gratin und den Dessert. Das Pünktlein auf dem i war dann das Kaffe Pflümli unter dem Schlagrahm. Alles klappte wie am Schnürchen.

Verena und Mario haben sich zusammen mit ihren beiden Sprösslingen Nora und Livio in Levice auf 760m über Meer ein kleines Paradies aufgebaut. Wie Mario in seiner Vorstellung zu Beginn des Festabends ausführte, basiert der Lebensunterhalt auf den drei Säulen Bed&Breakfast, Selbstversorgung und auswärtige Arbeit (letzteres dank - das sei hinzugefügt - seinen Berufskenntnissen als Zimmermann und Möbelschreiner).

     

Die 1. August-Feier 2011 stand offensichtlich unter einem guten Stern.

Es hat sich gelohnt, für unsere Nationalfeier etwas Neues ausserhalb der Restaurants zu wagen. Doch was heisst hier „Neues“? Wir sind ja sozusagen wieder zu unseren schweizerischen Wurzeln zurückgekehrt: die diesjährige Feier fand für und durch uns „Eidgenossen“ statt, nämlich im familiären Rahmen bei den Circolo-Mitgliedern Verena und Mario Schlatter.

Fast hätten wir sie vergessen, die 1. Augustansprache der Bundespräsidentin Calmy Rey. Und wer hätte das gedacht: Mucksmäuschenstille kehrte beim Zuhören ein, wohl dank der Tatsache, dass der CD-Player in seiner Lautstärke begrenzt war. Die Rede war von den Werten der Auslandschweizer wie Offenheit, Aufgeschlossenheit und Anpassungsfähigkeit. Im geselligen Zusammensein spürte sicher die eine und der andere etwas davon, auch von einem gewissen Anderssein, das uns Schweizer kennzeichnet. Dazu hat sicher auch Gerry mit seinem Schwyzerörgeli beigetragen. Von den 38 Angemeldeten hatten sich 6 wegen Krankheit kurzfristig entschuldigen müssen – gute Besserung.

Zu später Stunde wurde es draussen recht frisch. Man hatte daher fürs Dessert ins Haus gewechselt. Aufgestellt und zufrieden traten dann in klarer Sternenacht die Teilnehmer die Heimfahrt an.