Botanikexkursion nach Bergeggi vom 11. Mai 2011

 

 

 

     

Voller Spannung war schon die Einladung gewesen: ans Meer, nicht zum Baden, sondern zum Kennenlernen einer anderen Flora, als wir es im Südpiemont gewohnt sind. Gemeint war der „Sentiero botanico“ bei Bergeggi in Ligurien. Die unter Schutz stehende Zone umfasst einen einmaligen Eichenhain und eine weitläufige Macchia (Gebüschformation).

Das von Elisabeth und Harry rekognoszierte Naturparadies lockte denn auch weit über 30 Vereinsmitglieder zum Mitmachen. Einige besammelten sich in Cortemilia und füllten dort die Autos, andere fanden sich am Treffpunkt nach der Autobahnausfahrt Spotorno ein. Gemeinsam ging es dann nach Bergeggi und steil zum Friedhof, wo es Platz gab zu Parken der Autos. Schönes, schon fast heisses Wetter begleitete unsere gemütliche Wanderung. Elisabeth und Harry verteilten im Eichenhain zwei Blätter mit den Bildern der häufigsten Pflanzen der Gegend – eine überaus wertvolle Hilfe beim Bestimmen der Pflanzen. Wer kann schon so ohne weiteres die salbeiblättrige Zistrose von der Montpellier Zistrose auseinanderhalten? Wer hat schon eine Kork-Eiche gesehen (auch wenn wir alle die Korken der Weinflaschen zur Genüge kennen), wer kennt die Merkmale der Stein-Eiche und jene der Flaum-Eiche? Wenigstens die italienische Strohblume sollten wir im Südpiemont Ansässige doch bestimmen können.

Die zweistündige Führung ging im Nu herum, am Schlussabstieg gab’s im Wald dann einige steile Absätze im Weg zu überwinden – da zeigte sich, wer ein Kavalier war. In vorausschauender Weise hat Tina den Rückweg auf dem Hinweg angetreten – und wurde dann prompt vermisst (aber natürlich wieder wohlbehalten gefunden).

Um die Mittagszeit waren wir wieder bereit für die Zivilisation, es lockten Meer, Restaurants und was es sonst noch so Schönes gibt an der ligurischen Küste. Ein ganz grosser Dank gebührt Harry und Elisabeth für das Aufspüren dieses Kleinods: wer dabei war, spürt noch jetzt die Energieströme im Eichenhain…