Rückblick vom Jahresausflug in die Talkmine vom 8. Juni 2012

Pünktlich, wie richtige Schweizer, sind wir 15, mit einem total neuen Bus Richtung Alba abgefahren. In Castino und Alba sind noch 4 dazugekommen um dann gemütlich die Reise unter die Räder zu nehmen.

Unterwegs eine kleine Pause und dann ging die Fahrt immer weiter gegen Westen. Langsam wurde die Landschaft bergig, die Häuser alpin, die Sonne wurde von Wolken bedeckt und es war neblig. Auf 1265 Meter, als die Strasse immer enger wurde kamen wir bei der Mine an.

 

 

 

Dann war es soweit und wir stiegen mit Mirka unserer deutschsprechenden Führerin in den Stollen ein. Zuerst 100 Meter zu Fuss in den Berg, dann Lageplan besprechen, um sich das Ganze vorstellen zu können. Talk ist wunderbar weich und samtig anzufassen und der weichste Stein den es gibt.

Mit dem Minenbähnli fahren wir 1 km in den Berg, über uns 400 m Stein, es ist kühl, rumpelig und laut. Dann geht es wieder zu Fuss weiter in Seitenstollen, wo die Stützkonstruktionen sichtbar wurden. Dann studieren wir die Gesteinsschichten, begutachten die Schienen und Schaufelwägeli und bestaunen die Lampen mit Pressluft. Plötzlich gibt es bei der Wand, wo die Dynamitstangen in den Fels gebracht werden einen riesigen Knall. So ist es, wenn man in der Mine arbeitet! Danach getraute sich aber niemand mehr den Presslufthammer zu betätigen! Dann einen Blick tief in den Verbindungsgang zu einer der anderen Minen und weiter über den weichen Talkboden den dunklen Gang entlang zurück zum Bähnli.

Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Ein total spannender Ausflug in eine spezielle Welt.

Das Mittagessen im Minenrestaurant hat auch sehr gemundet, alles noch selbstgemacht und mit viel Liebe vorbereitet. Der Restaurateur besitzt ein Agriturismo, bestimmt eine lohnenswerte Adresse für einen Ausflug in die Berge.

http://www.agriturismo.com/lamiando

Im Museum neben dem Restaurant bestaunten wir dann noch die Geschichte vom Tal mit vielen Bildern und Requisiten nachgestellt und ein Film rundete das Ganze ab.

Müde aber glücklich, eingedeckt mit Salami, Gonfi und Talk, brachte uns der Bus alle wieder heil nach Hause.

Ein grosser Dank, allen die mitgekommen sind, trotz früh Aufstehen und lange Fahren ein unvergessliches, spannendes Abenteuer.

     

Der Znüni wartete schon auf uns mit selbstgemachtem Brot und feini Rhabarber- und Waldbeerigonfi. Danach wurden wir minentauglich eingekleidet mit Helm und Pellerine.